Deutschen Soldatenfriedhof

Wir laden herzlich ein am Samstag 14. 11. 2020 zur Andacht mit Kranzniederlegung zum Volkstrauertag am Deutschen Soldatenfriedhof in Troppau.

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Slezský německý spolek z.s.

Schlesisch-Deutscher Verein e. V.

Horovo náměstí 2
CZ-74601 Opava
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BGZ und das deutsche Volkslied

Eigentlich gibt es da  nur eins mitzuteilen: WIR SINGEN…

 In den Troppauer Nachrichten kann man auf der letzten Seite lesen, dass jeden Dienstag nachmittags im Begegnungszentrum  gesungen wird. Überschrift: Einladung. Noten sind da, auch Texte,  ein Keybord und zehn Sängerinnen und zwei Sänger.  Und gesungen werden deutsche Volkslieder. Wahrscheinlich wollen aber nicht viele singen.   

Aber wenn die Volkslieder sterben geht ein bedeutendes Erbe unter. Und das können wir nicht zulassen. 

"Höre fleissig auf deutsche Volkslieder, sie sind eine Fundgrube der schönsten Melodien. In den Liedern hat  der Deutsche gelacht, geweint, geträumt, geklagt, gekämpft und gebetet" - hab ich irgendwo gelesen…

Schon vor vielen Jahren, bald nach der Gründung des deutschen Vereins, wusste schon Betty Opolony,  dass Musik machen noch besser ist als Musik hören. Sie sammelte Noten und sammelte Sänger. Natürlich hauptsächlich Sängerinnen.  Und es wurde gesungen. Später übernahm Josef Abel Leitung. Mit seinem Keybord   konnte er die Gesangsfreudigen  so richtig unterstützen.  Eva Hanslikova gab der Gruppe den Rahmen - sie nähte für alle, ob Mann oder Frau -  einheitliche  ,,Bekleidung,,.  Als uns Josef Abel im Jahr  2008  für immer verlassen hat, übernahm ich die Aufgabe,  das deutsche Lied in unserem deutschen Verein nicht aussterben zu lsassen. Wir werden   Kulturgruppe genannt.  Aber dazu würde auch Tanz gehören und so manches mehr. Da muss dann unser Vorsitzender H.Korbel  anderweitig etwas organisieren, damit unsere verschiedenen  Veranstaltungen für die Mitglieder atraktiv bleiben. Es ist ja nicht jedermanns Sache  Musik und Gesang zu lieben. Viele ahnen nicht, dass wir vor jedem Aufritt grosses Lampenfieber haben, obzwar  wochenlang fleissig geprobt und gedrillt wurde. Wahrscheinlich sagt sich so mancher der neuen anwesenden  Zuhörer:  was wollen denn da die NICHTMEHRGANZJUNGEN….Aber der Bonton gebietet ihnen zuzuhören. Nur die  herumlaufenden Kellner und - innen untermalen  störend  die Lieder mit  Kaffeetassengeklapper und Kaffelöffelgeklimpere.

Die können ja auch nicht wissen, was Beethoven gesagt hat:… er gäbe  seinen ganzen Kompositionsruhm um die Erfindung der Voksweisen.

Und wer weiss schon, dass so manchesVolkslied aus dem 16. Jhd. noch heute gesungen wird. Oder dass das Lied "Kuckuck Kuckuck rufts aus dem Wald" in der Türkei beliebt ist.

Trotzdem  übertönen Schlager, volkstümliche Musik, Pop- und Rocklieder das alte Vokslied. Auch wir – ich muss es gestehen –  widmen wir uns heute nicht nur alten Volksliedern.

Wir singen auch  so manchen alten Schlager, der an die Kriegszeit erinnert, überlebt hat und so zum Volkslied gestempelt wurde.  Etwas muss in diesen Liedern  wohl stecken, dass sie dem Zahn der Zeit getrotzt haben.

Auch die Interpretation von  Volksliedern ist nicht so anspruchsvoll wie die von Kunstliedern. Trotzdem  kann  so manches Kunstlied von allen gesungen werden, wie z.B. ,, Am Brunnen vor dem Tore,, komponiert von F.Schubert. Ebenso das Lied,, Guten Abend gute Nacht,, komponiert  von J. Brahm, ist so bekannt, dass man glaubt, es sei eine Volksweise.

Manchmal wird zwar,,böhmakelt,, - eigentlich: pämakelt -. Zum Beispiel ,,Kein schöner Land in dieser Zeit,, wurde schon im Jahr 1803 gesungen. Wer hätte damals gedacht, dass nach mehr als 200 Jahren in Troppau ,,Kein šäner Land,,   gesungen wird…Aber das macht ja nix….Oder?  Man soll mit der Seele singen und Freude,Kummer, Schmerz, Ärger oder Liebe in ungekünsteltem Singen ausdrücken. Ausdrücken können. Vielleicht wird dann das deutsche Volkslied  auch die nächsten 200 Jahre überleben

Und so schliesse ich mit einem Satz, den mir mein Klavierlehrer Ludwig Grande im Kriegsjahr 1940 ins Stammbuch schrieb:

Nur frisch,nur frisch gesungen
Und alles wird wieder gut.
Dieses Rezept hat noch nie seine Wirkung verfehlt

                                                                                                          G. Kratochvilova

Über uns

Die erste schriftliche Erwähnung über Opava ist in der Urkunde des Fürsten Vladimír vom 26. 12. 1190 in Olomouc aufgezeichnet.

Schon im 13. Jahrhundert siedelten in Opava auch Deutsche, im Jahr 1208 ließ sich hier der Deutschritterorden nieder. So lebten die Deutschen zusammen mit den Tschechen seit 700 Jahren in Opava und Opava wurde überwiegend zu einer deutschen Stadt. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten von den 45.000 Stadtbewohnern 37.000 (d.h. beinahe 85 %) Deutsche in Opava. Die meisten von ihnen wurden nach dem Ende des 2 . Weltkrieges vertrieben, sodass den zeitgenössischen Presseberichten zufolge lediglich ein Paar deutsche Familien in Opava geblieben waren. Jedoch waren auch diese in den sogenannten Sammel- , Arbeits-, oder Straflagern zusammengetrieben, und ihr Eigentum wurde beschlagnahmt. Natürlich waren auch jedwede ihre Vereinigungen verboten.

Nach der Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse im Jahr 1989 kam es zur Lockerung auch im Bereich der nationalen Minderheiten und den Deutschen ist es heute erlaubt, sich in Vereinen zu organisieren. Im Jahr 1989 kamen mehr als 50 Opavaer Deutsche auf den in der damaligen Zeitung „Naše Opavsko“ veröffentlichten Appell im Tagungssaal der städtischen Verwaltungsbehörde zusammen, die sich auf die Gründung eines deutschen Vereins in Opava geeinigt hatten. Am 26. 7. 1991 wurde er als Schlesisch-Deutscher Verband am Ministerium für Innere Angelegenheiten der Tschechischen Republik registriert und stellte die erste Organisation der Deutschen auf dem Gebiet des Tschechischen Schlesien dar. Die Anzahl ihrer Mitglieder überstieg die Zahl 400. Nach der Entstehung anderer ähnlicher Verbände in Schlesien und auch aufgrund des Ablebens der Mitglieder (die meisten Mitglieder waren im betagten Alter) ging die Mitgliederzahl bis auf den heutigen Stand von ungefähr 100 Mitgliedern nach und nach zurück.

Im Zusammenhang mit dem neuen Bürgerlichen Gesetzbuch kam es zu der Umbenennung des Vereins in Schlesisch-Deutschen Verein e.V.

Die Hauptaufgabe des Schlesischen deutschen Vereiens besteht in der Pflege der deutschen Sprache und Kultur, aber auch in der Verbesserung der gemeinsamen Beziehungen zwischen Tschechen und Deutschen. Der Erfüllung dieser Ziele dient auch das gesamte Wirken des Vereiens. Wir veranstalten Vorlesungen, Kulturtreffen, Besprechungen. Ausstellungen, wie auch Entdeckungsreisen. Der Verein betreibt ein Begegnungszentrum, in dem sich nicht nur Mitglieder selber treffen, sondern auch sind unsere vertriebenen Landsleute während ihrer Besuche der Heimatstadt als auch Angehörige der Majoritätsnation bei verschiedensten Angelegenheiten dort willkommen. In dem Begegnungszentrum führt der Verband auch Deutschkurse, und zwar von Anfängern bis zu Fortgeschrittenen.

Slezský německý spolek z.s.
Schlesisch-Deutscher Verein e. V.

CZ-74601 Opava, Horovo náměstí 2,
Mobil: +420 731 087 151 sdv.troppau@email.cz
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Verantwortlich: Ing. Hans D. Korbel
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