Troppauer Nachrichten Folge 177

Liebe Leserinnen und Leser der Troppauer Nachrichten, wieder sind zwei Monate vergangen, und wir kommen wieder mit unseren Troppauer Nachrichten.

Glauben Sie mir, es fällt mir gar nicht leicht, in dieser schwierigen Zeit mein Editorial zu schreiben. Von März bis in den Juni galten Beschränkungen wegen der Covid-Pandemie. Danach folgten die Schulferien, in denen es schwierig ist, etwas zu unternehmen. Außerdem war ich im ersten Ferienmonat zu einem Rehabilitationsaufenthalt in Franzensbad. Nach meiner Rückkehr war ich mit der Vorbereitung des Bildungsseminars beschäftigt, welches Ende August stattgefunden hat.  

Mit dem September ist der Anfang des Schuljahres verbunden. Auch dieser wurde aber stark von der Corona-Pandemie beeinflusst. Lange wurde in der Regierung darüber diskutiert, ob und wie das Schuljahr in den Schulen beginnen soll. Zuerst hieß es ja; dann sollten nur die Grundschulen beginnen, dann nur die ersten beiden Klassen, und ab Oktober mussten auch die Kleinsten zuhause bleiben. Ähnlich war es mit weiteren Beschränkungen. Zuerst sollten nur die Gasthäuser schließen, dann weitere Geschäfte und zuletzt alle, außer Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerien und Tankstellen. Ähnlich war es mit den Zusammenkünften von Menschen. Zuerst in Innenräumen, inkl. der Kirchen, bis 500, dann 100, dann 60, dann 10, aber ohne Gesang, dann 6 - bis zu jetzt nur mehr 2 außer den Zelebranten und ohne Gesang.

Wir schafften im September die Vorstandssitzung, auf welcher wir die BGZ-Veranstaltungen geplant haben. Aber wir haben nur eine von ihnen durchführen können, eine Pilgerreise zum Heiligen Berg und die Studienreise nach Olmütz. Und das nur kurz, bevor die Maßnahmen verschärft wurden. Eine Woche später durften solche Veranstaltungen schon nicht mehr stattfinden. Auch die Vorstandssitzung vom Oktober schafften wir noch in der Zeit, als noch bis zu 6 Menschen zusammentreffen konnten. Der Vorstand hat zwar 7 Mitglieder, aber ein Mitglied war in Quarantäne, und sechs konnten zusammenkommen. Der Vorstand sich darauf geeinigt, dass alle vorgesehenen Veranstaltungen weiter vorbereitet werden für den Fall, dass die Verbote gelockert werden, und die Veranstaltungen daher umgesetzt werden können.

Für den 10. November ist das Treffen der Jubilare des zweiten Halbjahres vorgesehen. So wie die Situation heute aussieht, wird diese Veranstaltung nicht stattfinden können, und wir werden nachdenken müssen, wie wir wenigstens den Mitgliedern, die ihren runden oder halbrunden Geburtstag feiern, gratulieren werden.

Die nächste geplante Veranstaltung hängt mit dem Volkstrauertag zusammen, der jedes Jahr eine Woche vor den Christkönigsonntag gefeiert wird, diesmal am 15.11. Eigentlich haben wir seit der Eröffnung des deutschen Soldatenfriedhofs in Troppau einen feststehenden Ablauf dieser Feierlichkeiten: Gedenkandacht mit Kranzniederlegung am Kreuz des deutschen Soldatenfriedhofs und deutsche Messe. Diesmal ist es etwas komplizierter. Zuerst mussten wir die Zeit ändern. Und zwar verlegten wir die Andacht mit Kranzniederlegung auf dem Friedhof auf 11 Uhr vormittags und die deutsche Messe auf 14 Uhr. Falls es aber zur keiner Erleichterung der Beschränkungen kommt, dürfen sich nur 2 Menschen treffen. Der Besuch des Friedhofs ist aber nicht verboten. Das bedeutet, dass wir uns nicht am Friedhofseingang treffen werden, sondern dass individuell jeweils nur zwei und zwei in Richtung deutscher Soldatenfriedhof gehen werden. Dort können wir uns alle bei genügendem Abstand an der Andacht beteiligen. Was die deutsche Messe angeht, ist es beim heutigen Stand der Beschränkungen nicht möglich, an einer Messe teilzunehmen. Falls es zu einer Abmilderung der Verbote kommen sollte, werden wir Sie auf dem Friedhof darüber benachrichtigen.

Für den 10. Dezember ist das Vorweihnachtstreffen vorgesehen. Ob dieses aber stattfinden wird, kann ich heute nicht bestätigen. Das liegt ganz in den Händen des lieben Gottes und des Ministerpräsidenten Andrej Babis. Jedenfalls ist ein Besuchen der Friedhöfe, wenigstens zur Zeit, zwar eingeschränkt, aber doch möglich.

Vor einigen Jahren gab es im Grunde eine große Aufregung um den deutschen Soldatenfriedhof in Eger. Dort sollten die Überreste gefallener deutscher Soldaten aus über die ganze Republik verstreuten Gräbern beigesetzt werden. Die Stadt Eger stimmte zunächst zu, aber nachdem es zu einem Wechsel der Regierungspartei im Rathaus gekommen war, wurde die Zustimmung widerrufen. Nach einem weiteren Wechsel im Rathaus wurde die geplante Überführung wieder genehmigt. Die Überreste der deutschen Soldaten wurden inzwischen in einem Lagerhaus in Aussig gelagert. Am Ende ist alles gut ausgegangen, und der deutsche Soldatenfriedhof in Eger wurde errichtet. Während meines Aufenthalts in Franzensbad habe ich auch diesen Friedhof besucht. Das Foto auf der Titelseite ist von diesem Besuch.

Liebe Leserinnen und Leser der Troppauer Nachrichten, mit dem Wunsch, dass Sie die schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie gesund überleben, möchte ich mein heutiges Wort des Vorsitzenden schließen. Und weil es das letzte Wort des Vorsitzenden im Jahr 2020 ist, wünsche ich euch allen frohe und gesegnete Weihnachten und ein glückliches, reiches und gesegnetes Jahr 2021.

Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut und behütet durch diese Zeit! 

Euer Vereinsvorsitzender Ing. Hans D. Korbel

-> Nachrichtenblatt Troppauer Nachrichten

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